Eine Reise durch Friaul-Julisch Venetien
Die Grenzregion Friuli-Venezia Giulia liegt am oberen Ende der Adria. Die Region ist ein eigenständiges Gebiet mit eigener Sprache und einer schwierigen Geschichte, kulturell hin- und hergerissen zwischen Italien, dem Balkan und der österreichisch-ungarischen Monarchie. Hier herrscht ein Mix aus Italien, Slowenien und Österreich.
Friaul war schon immer ein umstrittenes Grenzland und gehörte hundert Jahre lang zu Österreich. Im Ersten Weltkrieg bekämpften sich hier Österreich und Italien. Im zweiten Weltkrieg wurde Triest von den jugoslawischen Partisananarmeen eingenommen. 1947 wurde die Region zum Freistaat und ist erst seit 1954 wieder Italienisch.
Das ausgedehnte, üppig, grüne Lagunengebiet der Küste setzt einen prächtigen Kontrast zu den nahen Alpen, die bei klarem Wetter vom Meer aus sichtbar sind.
In der bedeutenden Hafenstadt Triest hat die österreichische Herrschaft ihre Spuren hinterlassen: Die für Wien so typische monumentale klassizistische Architektur, die Kaffehäuser, das Wiener Schnitzel und der Strudel.
Udine war in der Vergangenheit Sitz der Stadthalter von Venedig und man findet aus dieser Zeit bedeutende Bauten der Gotik und Renaissance, die im inneren oft mit Rokokogemälden und – fresken geschmückt sind.
Das bedeutenste kulturelle Highlight der Region ist Aquileia. Die Stadt liegt in der Provinz von Udine und war eine große Stadt des römischen Reiches. Die Reste der römischen Stadt sind im Freigelände und in zwei Museen zu besichtigen. In der mittelalterlichen Kathedrale ist der größte frühchristliche Mosaikboden Europas zu bewundern.
Grado und Lignano, die beiden bekanntesten Badeorte, sind gefüllt mit zahllosen Hotels und Pensionen.
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Agathe Freudenstein


