Tansania, Sansibar – Februar 2007
Täglich gingen zwei Flüge vom Kilimanjaro - Airport nach Sansibar. Einer sollte früh morgens, der andere erst spät nachmittags losgehen.
Wir wussten während unserer Safari noch nicht mit welchem Flieger wir nach Sansibar fliegen würden, mit dem frühen oder dem späten?
Trotzdem diskutierten wir im Team darüber, welcher Flug uns denn jetzt lieber wäre. Aber wie immer und überall gab es auch bei uns unterschiedliche Meinungen und noch einmal soviel Begründungen. Die einen würden morgens gerne länger schlafen und die anderen lieber schon ganz früh nach Sansibar fliegen, um noch etwas vom Tag zu haben.
Das der Flug bereits gebucht und dadurch die Flugzeit schon feststand, wir den Zeitpunkt lediglich nicht wussten und daher eigentlich jegliche Diskussion überflüssig ist, war uns ja auch klar, aber trotzdem stimmten wir ab.
Ich weiß nicht mehr genau, ich meine die Abstimmung ist drei zu drei ausgegangen. ☺
Na gut, es kam wie es kommen musste, an diesem Tag, der 04.Februar 2007 gingen dann auf einmal drei Flüge, einer früh, einer spät und ein dritter, ziemlich genau in der Mitte um ca. 11:00 Uhr und das war unser Flug ☺
Pünktlich kamen wir in Sansibar an. Ein feuchtwarmes Klima erwartete uns. Nachdem wir die Einreiseformalitäten und die Kofferabholung abgewickelt hatten, gingen wir raus in die Sonne um nach unsere Abholer vom Hotel zu schauen. Aber niemand war da, auch eine angemessene Wartezeit von ca. 30 Minuten verging und wir standen immer noch mit unseren Koffern vor dem Flughafengebäude.
Ein klärendes Telefongespräch ergab dann, dass da wohl etwas mit der Absprache zwischen Hotel und Veranstalter schief gegangen ist. Aber das war ja kein Beinbruch, ein Taxi brachte uns dann zum Hotel, das genau auf der anderen Seite der Insel lag.
Der Sansibar Safari Club machte sofort einen sehr schönen Eindruck. Wir wurden freundlich empfangen und kurz nach den Anmeldeformalitäten wurden wir auf unsere Zimmer gebracht. Auf dem Weg zu unseren Bungalows konnten wir einen ersten Blick auf die Hotelanlage und dem schönen schneeweißen Sandstrand werfen.
Ein kleines Paradies, der feinsandige, weiße, palmenumsäumte Strand zog sich über einige Kilometer links und rechts des Hotels an der Ostküste der Insel entlang. Da der Sansibar Safari Club, hier an diesem Strandabschnitt, anscheinend das einzige Hotel weit und breit war, waren wir, mit den wenigen anderen Gästen des Hotels, die einzigen, die das alles nutzen konnten. Ein riesiger Strand, quasi ganz für uns alleine. Probleme wegen zuwenig Platz, oder zu wenig freie Liegen am Strand, gab es hier nicht. Hier war Ruhe angesagt und zwar richtige Ruhe. Genau das, was wir brauchten nach diesen erlebnisreichen, aber auch anstrengenden Tagen die hinter uns lagen.
So genossen wir jetzt unsere verbleibenden Urlaubstage im Hotel und an unserem Traumstrand.
Ausflug
Ein kleiner Ausflug durfte natürlich zwischendurch nicht fehlen. So schauten wir uns Stonetown, die Altstadt Sansibars an.
Diese Altstadt, die bekannt für ihre schönen, alten, aufwendig gebauten Haustüren ist, haben wir dann zu Fuß erkundet. Sie bot auch für unsere shoppingbegeisterten Damen genug Möglichkeiten das Geld unter die Leute zu bringen.
Natürlich muss man auf Sansibar auch eine Gewürztour, die so genannte Spicetour, zu den Gewürzplantagen gemacht haben. Immerhin ist Sansibar einer der weltgrößten Gewürzlieferanten. Die Plantagen besuchten wir gleich anschließend, sodass wir unser Kulturprogramm bereits an diesem einem Tag hinter uns gebracht hatten und wir somit etwas mehr Zeit zum ausspannen an unserem Traumstrand hatten.
Ende des Urlaubs
Aber wie es bei jedem Urlaub kommen muss, einmal geht alles zu ende, auch der schönste Urlaub ist irgendwann vorbei. Am Freitag den 09. Februar ging unser Rückflug über Nairobi
zurück ins kalte Deutschland. Gisela und Georg, unsere Mombasaflieger, flogen einen Tag später wieder über Mombasa zurück.
Kurz bevor unser Zubringerflug Nairobi in Kenia erreichte, erlebten wir dann noch ein letztes kleines Highlight. Der Pilot flog die Kiste ganz nah an dem völlig wolkenlosen
Kilimanjarogipfel vorbei. Schnell holte ich meine Kamera aus dem Handgepäck und machte meine letzten, aber schönsten Fotos.
Anhang
Vor unserer Reise hatte ich angedeutet, dass ich während unserer Zeit in Tansania ein Tagebuch führen werde. Petra hat das vor zwei Jahren in Namibia gemacht und ich fand die Idee toll, konnte man sich so später beim Lesen sehr schön wieder daran erinnern. Selbst die ein oder andere kleine Anekdote, die man sicher wieder vergessen hätte, kam so wieder zum Vorschein und wir konnten später noch mal darüber lachen.
Am ersten Tag im Rosehome habe ich noch stichwortartig die Erlebnisse des ersten Tages festgehalten, danach war mir das tägliche Schreiben, gerade am Berg, zu lästig. Nachdem ich dann meine Schreibkladde im dunklen Seesack nicht mehr wieder fand, hab ich die ganze Sache an den Nagel gehängt.
Diesen Erlebnisbericht habe ich jetzt, nachdem ich gut zwei Wochen wieder zuhause bin, aus meinem Gedächtnis heraus geschrieben. Ich hoffe alles Wesentliche behalten und aufgeschrieben zu haben.
Waldi hat in der meisten Zeit ganz akribisch Tagebuch geführt. Abends verbrachte er oft viel Zeit damit die Geschehnisse des Tages aus seiner Sicht aufzuschreiben.
Von Waldis Memoiren habe ich bis heute noch nichts zu lesen bekommen.
Los Waldi, komm aus der Hüfte!!! ☺
„Du willst wohl ein Buch schreiben“ wurde ich geneckt als ich von dem Tagebuch sprach.
Jetzt hat mein Erfahrungsbericht tatsächlich fast die Ausmaße eines kleinen Büchleins bekommen. Wenn auch nur ein ganz kleines und sehr dünnes.
Im Anhang von Büchern dankt der Autor oft seinen Weggefährten, ohne die sein Geschreibsel niemals möglich gewesen wäre, für all die Unterstützung die ihm widerfahren ist.
Mir fallen jetzt tatsächlich mehrere Menschen und Freunde ein, denen ich hier gerne danken möchte - aber das hier ist ja kein Buch. ☺
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Noch ein letztes Wort:
Wir haben unsere gesamte Tour, mit der Firma Afromaxx in Tansania / Moshi geplant und durchgeführt.
Die Firmeneigner, Madeleine und Alexander, zwei Deutsche die vor Ort leben, haben uns bestens betreut. Alles war sehr gut organisiert und wir haben uns rundum wohl gefühlt.
Falls jemand eine ähnliche Reise plant, können wir die Firma Afromaxx uneingeschränkt empfehlen.
www.afromaxx.com
-> Mit freundlicher Genehmigung von Bernd Gresens










