Saranda
Saranda liegt in Sichtweite der griechischen Insel Korfu und hatte schon seit 2000 Jahren eine große Bedeutung als Hafenstadt. Uns fällt ein erstaunlicher Bauboom auf mit zahllosen halbfertigen Hotels, einer endlosen Strandpromenade und einer Kette von Restaurants, Cafes, Bars oder Imbißstuben.
Hier landen übrigens auch die Tages- und Kurztouristen aus Italien und Griechenland. Es herrscht so etwas wie Aufbruchsstimmung: man will endlich auch am Tourismusgeschäft teilhaben!
Wir fahren nun (ganz geruhsam in zwei Tagen auf z.T. sehr schlechten Straßen) etwa 200 km in nördlicher Richtung an der Küste entlang über Vlora nach Fier. Immer wieder sehen wir die Betonbunker aus den Zeiten des „kalten Krieges“. Sie wurden zu hunderten Mitte des letzten Jahrhunderts gebaut und zerbröseln nun langsam.
Wir kommen auf unserem Weg an völlig einsamen Kies- oder Sandbuchten vorbei, die allerdings gelegentlich nicht ganz einfach zu erreichen sind. Oft mühen wir uns mit 10 oder 15 Stundenkilometern über die Schotterpisten, welche die einzige Nord-Süd-Verbindung an der Küste darstellen.
Landschaftlich ist es wundervoll, besonders auf dem Llogara-Paß, der sich über 1000 m hoch erhebt und einen grenzenlosen Rundblick auf die Küste und das Meer bietet. Die Stadt Fier ist ein geschäftiges und quirliges Unterzentrum, das wir rasch wieder in westlicher Richtung verlassen, um nach Apollonia zu kommen.




