Istanbul - Konstantinopel
Um sieben Uhr Früh ging es mit dem Bus über die Galatabrücke in Richtung blaue Moschee. Wir haben dann direkt vor dem sogenannten Hippodrom angehalten und sind ausgestiegen. Das Hippodrom war eine römische Trapprennbahn. Heute stehen auf diesem Platz noch zwei Obelisken. Der Erste war bis zur Zeit der Kreuzritter mit vergoldeten Messingplatten verkleidet, diese wurden aber von diesen während ihrer Kreuzzüge als Beute abgenommen und nach Europa (Deutschland, Frankreich,…) verfrachtet. Der Zweite ist der Obelisk des Thutmosis III und stammt aus dem 15 Jhdt. v. Chr. Er ist aus Rosengranit gefertigt und wurde 390 n. Chr. auf der Spina des Hippodroms aufgestellt.
Blaue Moschee
Nun machten wir uns auf den Weg in die blaue Moschee (für Sultan Ahmet Camii um 1617 erbaut). Um in die Moschee zu gelangen mussten wir alle unsere Schuhe ausziehen und diese in Sackerl stecken und mitnehmen. Man darf die Moschee nur außerhalb der Gebetszeiten betreten, und dann eben auch nur ohne Schuhe. Die Moslems waschen sich die Füße auch noch bevor sie die Moschee betreten. Die Blaue Moschee hat ihren Namen von den vielen blauen Kacheln die zum Bau verwenden würden. Diese waren eigentlich für ein anderes Bauwerk gedacht, aber der Bauherr lies sie hierher bringen. Es hängen viele Luster von der Decke, diese haben zwei Aufgaben: Zum Einen sollen sie natürlich Licht spenden, und zum Anderen dienen sie der Stabilisierung, d.h. sie ziehen mit ihrem Gewicht die Kuppel und somit die Steine nach unten. Ohne sie würde die Kuppel in sich zusammenbrechen.
Die blaue Moschee ist übrigens die einzige Moschee mit 6 Minaretten (Türme). Diese kamen zu Stande da ein Baulehrling seinen ehemaligen Meister überbieten wollte.
Orientexpress Bahnhof
Von der blauen Moschee sind wir dann wieder Richtung Bosporus gefahren. Vorbei an der Hagia Sophie (was laut unserer gebuchten Tour unser nächster Stop hätte sein sollen) und zufällig sahen wir auf dem Weg auch eine rosa Gebäude: Der letzte europäische Bahnhof des Orientexpress
Achtung Keiler!
Unser nächster Aufenthalt war eine Verkaufsveranstaltung!!! Wir sind direkt zu einem Schmuckhändler gebracht worden. Sind nur kurz durchgegangen und haben dann draußen gewartet. Was wieder typisch war, es gibt wirklich immer Menschen die sich alles Mögliche aufschwatzen lassen. Sie haben einem sogar angeboten, dass man den Schmuck gleich mitnehmen und dann von zu Hause zahlen kann.
Hagia Sophia
Endlich haben wir es zur Hagia Sophia geschafft. Heute besichtigt man eigentlich die Hagia Sophia III. Die erste entstand in den Jahren 325 – 360. Von innen ist sie einfach nur gigantisch. Unser Reiseführer hat uns einiges über diesen Bau erzählt. Leider hatten wir dann aber nur 15 min um diese Eindrücke mit Bildern zu ergänzen.
Beim Ausgang sind wir auf eine Ansammlung von Japanern gestoßen, die sich alle vergeblich bemüht haben ihre Handfläche um deren Daumen einmal um 360° zu drehen. Das soll Glück bringen…
Großer Basar
Zum Abschluss sind wir noch zum gedeckten Basar gefahren (nennt sich auch großer Basar). Unser Glück war dass uns unser Reiseführer in diesen Basar hineingeführt und nach einer ausgemachten Zeit auch wieder hinaus geführt hat. Im Basar sind alle Gassen nach Gütern aufgeteilt. Eine Handtaschen, eine Leder, eine Schmuck… Ich wollte mir einen Armreifen kaufen. Die Händler dort versuchen einen aber voll zu legen. Der wollte doch glatt den Armreifen nach Gewicht verkaufen, was aber eindeutig kein echtes Silber war.
Gewürzbasar
Nach einer kurzen Mittagspause am Schiff sind wir vom Hafen direkt über die Galatabrücke zum Gewürzbasar marschiert. Man kann sich das gar nicht vorstellen, wenn man diese vielen verschiedenen Gewürze nicht einmal selber gerochen hat. Das ist wie eine Reise in eine total andere Welt. Vom Preis her ist es nicht wirklich billiger, aber man hat den Vorteil dass man ein wenig handeln kann. Die Verkäufer an den Ständen sind überhaupt nicht aufdringlich. Die kommen nur auf einen zu wenn man direkt ihren Landen betritt. Das haben wir uns aus Erzählungen von anderen auch anders vorgestellt.
Die Hafenstadt Istanbul
Auf der Galatabrücke sind uns die ganzen Angler aufgefallen. Jetzt wissen wir auch warum die alle angeln. Unter der Brücke befinden sich ganz viele Fischlokale, die diesen „frischen“ Fisch gleich zubereiten und verkaufen. Da gibt es nur einen einzigen Haken an dieser Sache. Der Bosporus ist an dieser Stelle einfach nur ekelig. Unter der Brücke fängt sich der ganze Müll der im Fluss landet. Na dann, Mahlzeit!
Die typischen Straßenverkäufer waren wirklich sehr lästig. Laufen einem mit schwarzen Plastiktüten nach und versuchen einem nachgemachtes Parfum zu verkaufen, das mit Meerwasser gefüllt ist. Einer wollte €20.- für drei, der nächste neben wollte schon nur mehr €5.-
Zurück auf dem Schiff
Nach dem Einchecken sind wir gleich wieder an Deck gegangen, um ja nichts von der beeindruckenden Kulisse zu verpassen.
Man muss sich vorstellen, dass Istanbul ca. 15 Mio. Einwohner und eine Ausdehnung von ca. 160km hat. Einfach nur beeindruckend.
So gegen 17Uhr hat dann überall der typische Gesang von den Minaretten angefangen. Da hat man richtig Gänsehaut bekommen. Man hört dass ja doch nicht alle Tage. Der Blick auf das Goldene Horn war auch wunderschön, sowie die Brücke die den europäischen mit dem asiatischen Teil von Istanbul verbindet.
Abfahrt
Beim Auslaufen sind wir an einem kleinen aber feinen Kreuzfahrtschiff vorbeigefahren. Eine Reederei aus Nassau. Da kostet eine 8 – tägige Kreuzfahrt leicht mal €3500.-
Beim Auslaufen sah man die Hagia Sofia, die blaue Moschee und den Topkapi Palast zugleich.
Ausklang...
Doch nun kam schon der nächste Höhepunkt auf uns zu. Nach dem Hauptgang wurde italienische Musik angestimmt. Wir haben uns schon von Anfang an gewundert, da alle Kellner Schürzen mit Italien drauf anhatten. Die Kellner haben dann die Frauen aufgefordert mit ihnen zu tanzen.
Das ganze endete in einer Polonaise im Mittelteil des Restaurants. Von da aus sah man dann auch die Kellner beim Klavier auf Deck 4 tanzen. Die Stimmung war einfach toll!
Nach dem Nachtisch sind wir dann noch an Deck gegangen. Es war noch angenehm lau draußen und dämmerte gerade. Ziemlich romantische Stimmung...













